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Appenzeller Idylle

"Im Appenzell kann man nicht anders, man muss spazierengehen. Wenn man die kleinen Fenster mit den weissen Rahmen betrachtet und die emsigen, glühenden Blumen auf den Fensterbänken, spürt man ein tropisches Gären, ein im Zaum gehaltenes Wuchern, man hat den Eindruck, dass im Inneren etwas vorgeht, was bei aller Heiterkeit düster und ein wenig krank ist. Ein Arkadien der Krankheit. Dort drinnen scheinen Frieden und Todesidylle im schmucken Glanz zu herrschen. Ein Jauchzen aus Kalk und Blumen."

Fleur Jaeggy, Die seligen Jahre der Züchtigung
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Person

Person: eine späte Gestaltung der Natur.
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Der Schlaf

Der Schlaf hilft dir wach zu werden. Achte den Schlaf.
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Le visage de nos vérités

"Nous finissons toujours par avoir le visage de nos vérités."

Albert Camus, Le mythe de Sisyphe
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Vivre deux fois

"Créer, c'est vivre deux fois."

Albert Camus, Le mythe de Sisyphe
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Nähe und Ferne

Martin Buber hat uns in „Die Erzählungen der Chassidim“ schöne Gleichnisse überliefert. So das folgende:

Ein Schüler fragte den Baalschem: „Wie geht das zu, dass einer, der an Gott hangt und sich ihm nah weiss, zuweilen eine Unterbrechung und Entfernung erfährt?“
Der Baalschem erklärte: „Wenn ein Vater seinen kleinen Sohn gehen lernen will, stellt er ihn erst vor sich hin und hält die eignen Händen zu beiden Seiten ihm nah, dass er nicht falle, und so geht der Knabe zwischen den Vaterhänden auf den Vater zu. Sowie er aber zum Vater herankommt, rückt der um ein weniges ab und hält die Hände weiter auseinander, und so fort, dass das Kind gehen lerne.“
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Wandlungskörper

Alles, was wir aufschreiben, ist Ausdruck des Übergangs – unseres Übergangs. Der Text als Wandlungskörper.
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Der Weg des Hasen

Wie oft wird das Leben unter seinem Wert gelebt. Wir sind nicht die, die wir sein könnten. Die Konvention statt die Leidenschaft, das Kalkül statt das Herz lenkt unsere Schritte. Wir wählen den Weg des Hasen statt jenen des Löwen.
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Der leere Himmel

"Je me demande s’il peut encore passer un oiseau dans ce ciel-là."

Philippe Jaccottet, "Truinas, le 21 avril 2001"
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Kunst und Metaphysik

Das metaphysische Schillern im Kunstwerk – wo es fehlt, bleibst du unberührt.
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