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Appenzeller Idylle

"Im Appenzell kann man nicht anders, man muss spazierengehen. Wenn man die kleinen Fenster mit den weissen Rahmen betrachtet und die emsigen, glühenden Blumen auf den Fensterbänken, spürt man ein tropisches Gären, ein im Zaum gehaltenes Wuchern, man hat den Eindruck, dass im Inneren etwas vorgeht, was bei aller Heiterkeit düster und ein wenig krank ist. Ein Arkadien der Krankheit. Dort drinnen scheinen Frieden und Todesidylle im schmucken Glanz zu herrschen. Ein Jauchzen aus Kalk und Blumen."

Fleur Jaeggy, Die seligen Jahre der Züchtigung
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