Nähe und Ferne
Martin Buber hat uns in „Die Erzählungen der Chassidim“ schöne Gleichnisse überliefert. So das folgende:
Ein Schüler fragte den Baalschem: „Wie geht das zu, dass einer, der an Gott hangt und sich ihm nah weiss, zuweilen eine Unterbrechung und Entfernung erfährt?“
Der Baalschem erklärte: „Wenn ein Vater seinen kleinen Sohn gehen lernen will, stellt er ihn erst vor sich hin und hält die eignen Händen zu beiden Seiten ihm nah, dass er nicht falle, und so geht der Knabe zwischen den Vaterhänden auf den Vater zu. Sowie er aber zum Vater herankommt, rückt der um ein weniges ab und hält die Hände weiter auseinander, und so fort, dass das Kind gehen lerne.“
Ein Schüler fragte den Baalschem: „Wie geht das zu, dass einer, der an Gott hangt und sich ihm nah weiss, zuweilen eine Unterbrechung und Entfernung erfährt?“
Der Baalschem erklärte: „Wenn ein Vater seinen kleinen Sohn gehen lernen will, stellt er ihn erst vor sich hin und hält die eignen Händen zu beiden Seiten ihm nah, dass er nicht falle, und so geht der Knabe zwischen den Vaterhänden auf den Vater zu. Sowie er aber zum Vater herankommt, rückt der um ein weniges ab und hält die Hände weiter auseinander, und so fort, dass das Kind gehen lerne.“
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