Rilkes Winterbaum
In einem vierzeiligen Gedichtentwurf aus dem Jahr 1916 fasst R. M. Rilke die Unmöglichkeit zum Frieden auf dem europäischen Kontinent in ein rätselhaftes Bild, das mir lange nachging:
«Da wird der Hirsch zum Erdteil. Hebt und trägt
den Winterbaum, sein reines unbelaubtes
verzweigtes Spiel. Der Friede seines Hauptes
reicht nicht soweit, dass er in Blätter schlägt.»
«Da wird der Hirsch zum Erdteil. Hebt und trägt
den Winterbaum, sein reines unbelaubtes
verzweigtes Spiel. Der Friede seines Hauptes
reicht nicht soweit, dass er in Blätter schlägt.»
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