Der Untröstliche
Die Unbeschwertheit des jungen Paars heute im Tram. Sie sprachen über Schulnoten, ihr Gespräch erinnerte mich an meine eigene Jugend. Wäre es so gewesen, damals, einmal, vieles wäre vielleicht einfacher gewesen. Später stiegen sie aus, scherzend, zogen davon. Ich sah ihnen nach und dachte, heute Nachmittag gehört ihnen die Welt. Der junge Mann sah die junge Frau noch immer mit dem Ausdruck des restlos Glücklichen an. Auch im Tram hatte er die ganze Zeit gelächelt; es war ein selbstgewisses, seliges Lächeln. Er war glücklich und es gab nichts, das sein Glück jetzt trüben konnte. Da zu sein, mit i h r sein, genügte ihm jetzt vollkommen. Auch die junge Frau lächelte, wenn sie den jungen Mann anblickte; sie schien geschmeichelt durch seine Aufmerksamkeit. Sie waren ganz vertieft in ihr Scherzen, sahen nur sich selbst. Mehr war jetzt auch nicht nötig. Nur der Untröstliche sah und verstand es.
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