Der Preis der Freiheit
In Erika Burkarts Aufzeichnungen «Grundwasserstrom» der Satz: «Der Preis der Freiheit ist die Einsamkeit.» Passend vielleicht zum heutigen Tag. Der Satz leuchtet unmittelbar ein, enthält aber nur die halbe Wahrheit; er gilt für die Freiheit im philosophischen Sinn, eine diesseitige Freiheit. Für diese Freiheit gibt es nur mich. Auch Sartre argumentierte so. Die Freiheit aber, die sich auf etwas Drittes bezieht, führt umkehrt zu mehr Verbundenheit mit allen Dingen. Zu denken ist an die Freiheit, wie sie etwa Buddha verkörperte. Eine solche Freiheit, die sich als Teil eines Ganzen begreift, kennt Mitgefühl und Mitleid, basiert auf dem Gedanken, dass es nichts Getrenntes gibt. Wir verlassen das rein diesseitige Terrain und betreten transzendentes Gelände.
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