An Feuer entzündest du Feuer
Bei Symeon dem Neuen Theologen (970-1040) lesen wir Worte, die uns durch ihre Unkonventionalität wieder einmal vor Augen führen, was Sprache im Grunde vermag:
«Meine Zunge entbehrt der Worte, und was in mir geschieht, sieht mein Geist wohl, aber er erklärt es nicht. Er schaut das Unsichtbare, das aller Gestalt Ledige, durchaus Einfache, nicht Zusammengesetzte, und an Grösse Unendliche. Denn er erblickt keinen Anfang, und kein Ende schaut er, und ist gänzlich keiner Mitte bewusst, und weiss nicht, wie er das sagen soll, was er sieht. Etwas Ganzes erscheint, wie ich meine, und nicht mit dem Wesen selbst, sondern durch eine Teilnahme. Denn an Feuer entzündest du Feuer und das ganze Feuer empfängst du: jenes aber bleibt ungemindert und ungeteilt wie vordem. Gleichwohl sondert sich, was mitgeteilt wird, von dem Ersten; und als ein Körperhaftes geht es in mehrere Leuchten ein. Jenes aber ist ein Geistiges, unermesslich, untrennbar und unerschöpflich. Denn nicht schneidet es sich, wenn es sich hingibt, in viele, sondern verharrt ungeteilt, und ist in mir, und geht drinnen in meinem armen Herzen auf wie eine Sonne oder runde Sonnenscheibe, dem Lichte ähnlich, denn es ist ein Licht.»
«Meine Zunge entbehrt der Worte, und was in mir geschieht, sieht mein Geist wohl, aber er erklärt es nicht. Er schaut das Unsichtbare, das aller Gestalt Ledige, durchaus Einfache, nicht Zusammengesetzte, und an Grösse Unendliche. Denn er erblickt keinen Anfang, und kein Ende schaut er, und ist gänzlich keiner Mitte bewusst, und weiss nicht, wie er das sagen soll, was er sieht. Etwas Ganzes erscheint, wie ich meine, und nicht mit dem Wesen selbst, sondern durch eine Teilnahme. Denn an Feuer entzündest du Feuer und das ganze Feuer empfängst du: jenes aber bleibt ungemindert und ungeteilt wie vordem. Gleichwohl sondert sich, was mitgeteilt wird, von dem Ersten; und als ein Körperhaftes geht es in mehrere Leuchten ein. Jenes aber ist ein Geistiges, unermesslich, untrennbar und unerschöpflich. Denn nicht schneidet es sich, wenn es sich hingibt, in viele, sondern verharrt ungeteilt, und ist in mir, und geht drinnen in meinem armen Herzen auf wie eine Sonne oder runde Sonnenscheibe, dem Lichte ähnlich, denn es ist ein Licht.»
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