BlogBilderÜber michKontakt

Der Mensch als Episode

Das Geräusch des Regens im Garten als Meditation. Wir werden selbst zum Regen, der fällt. Heute Nachmittag erinnerte er mich an die Tessiner Regennächte im Onsernonetal vor einigen Jahren. Damals gingen schwere Gewitter nieder. Immer wieder wurde ich vom Donnern aus dem Schlaf gerissen. Der Regen und die unendliche Dunkelheit über dem Tal waren unheimlich. Das Rinnen und Tropfen des Wassers ums Haus, das Rauschen des Flusses aus der Tiefe. Ich glaubte die Last des Berges zu spüren, sein ungeheures Gewicht, das auf die Häuser am Hang zu drücken schien. Übrigens hat Max Frisch den Regen im Onsernonetal schön beschrieben in seinem Buch «Der Mensch erscheint im Holozän». Es ist wahr: der Anblick des Tals, besonders bei Regen, hat etwas Urweltliches. Das wuchernde Grün, die nassen Felsen, die Nebelschwaden, die den Hängen entlangziehen und alles in ein undurchdringliches Weiss hüllen. Der Mensch kann in einer solchen Szenerie nur mehr als Episode gedacht werden.
Kommentare (0)  Permalink

Kommentare

Einen Kommentar hinzufügen

Dieser Blog unterstützt gravatare.
Die Email Adresse wird nie veröffentlicht.
Kommentarspam wird gelöscht!

Name*
E-Mail
For Spammers Only
URL
Kommentar*
E-Mail Benachrichtigung bei neuen Kommentaren zu diesem Eintrag
Speichere meine Daten (braucht Cookies)