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Impression

Der bläuliche Mond heute früh, durchsichtig wie Haut
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Der Schwätzer

"Der Mensch ist ein Schwätzer."

Sören Kierkegaard
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Sie und Er

Sie: Kann ich etwas für Sie tun?
Er: Seien Sie da.
Sie: Ich meine es eher konkret.
Er: Seien Sie da - ganz konkret.
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Die Leere

"Die Leere ist das Fasten des Geistes."

Tschuang-Tse
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Ein Morgen

Männer, die arbeiten gehen (oder auch nicht)

Der Mann mit dem Kaffee von Starbucks in der Hand.
Der Mann im frischen Hemd.
Der Mann mit der Pomade im Haar.
Der Mann, der aussieht wie Don Juan.
Der Mann in der blauen Uniform.
Der Mann mit der hellbraunen Ledertasche.
Der Mann, der Streit mit seiner Frau hatte.
Der Mann am Handy.
Der Mann, der sich breit macht.
Der Mann mit dem müden Blick.
Der Mann im Anzug.
Der Mann mit den Ratten auf dem Jackenkragen.
Der Mann im weissen Jaguar.
Der Mann mit dem kurzen Haar.
Der Mann, der von einem anderen Leben träumt.
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Das Unbewusste und die Schubkarre

In Slavoj Zizeks Buch über Jacques Lacan finden sich erhellende Passagen über die menschliche Kommunikation und deren Verbindung zum Unbewussten. So folgende:

"Erinnern Sie sich an die Geschichte vom einem Arbeiter, der des Diebstahls verdächtigt wurde. Jeden Abend, wenn er die Fabrik verliess, wurde die Schubkarre, die er vor sich herschob, sorgfältig untersucht, aber die Wachen konnten nichts finden, sie war immer leer. Schliesslich fanden sie den Trick heraus: Der Arbeiter stahl die Schubkarren selbst.
Dieser reflexive Dreh gehört zur Kommunikation als solcher: Man sollte nie vergessen, im Inhalt des Kommunikationsaktes den Akt selbst zu berücksichtigen, denn die Bedeutung jedes Kommunikationsaktes besteht auch darin, reflexiv zu behaupten, dass er ein Akt der Kommunikation ist. Das ist das erste, was man bei der Art, wie das Unbewusste funktioniert, bedenken muss: Es ist nicht in der Schubkarre versteckt, es ist die Schubkarre selbst."

P.S.: Und dieser Eintrag? Was alles transportiert diese Schubkarre aus Wörtern?
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Gegen den Himmel

Der gegen den Himmel gerichtete Gedanke
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Impression

Die Frau mit dem violetten Hut heute früh beim Blick aus dem Tram
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Der See

Passend zum Winterwetter ein Gedicht von Fan Chengda (1126-1193):

Winterlandschaft

Schneeverhangene Berge, nun klaren sie auf.
Im Anblick versunken
treib ich dahin auf meinem Boot.

Es legt sich der Wind,
die eisige Kälte
ward noch strenger am Abend.

Ein plötzlicher Ruderschlag,
das Splittern von Jade:
unbemerkt
war der See zu Eis gefroren.
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Sommerphantasie

Er sass draussen im Garten und hörte zu, wie sie im Haus auf dem Klavier phantasierte. Es war später Nachmittag und das Licht im Garten sanft. Die Klänge verführten ihn zu einer Leichtigkeit, die er lange nicht erlebt hatte. Wie schön, dachte er, ist doch ihre Musik, so wunderbar unvollkommen. Vollkommen schien allein das Licht in den Bäumen.
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